Entwässerung Gletschersee Plaine Morte, Lenk

August 2019: Der Faverges-See ist nun vollständig ausgelaufen.




Die Leerung ist dank dem im Frühjahr erstellten Entwässerungssystem auf dem Gletscher, welches den Pegel bei maximal rund 1.2 Mio. Kubikmeter Wasser plafonierte, durchwegs ohne Schäden erfolgt.




Grünes Gletscherwasser

Im Rahmen eines Färbversuchs wurde am Freitag, 27. Juli 2019 das Wasser im Entlastungsgraben auf der Plaine Morte grün eingefärbt. Bereits nach eindreiviertel Stunden war das grüne Wasser beim Gletscherportal angelangt. Damit konnten ohne näheren Abklärungen bereits die wichtige Erkenntnis gewonnen werden, dass sich das aus dem See ausfliessende Wasser nicht unterirdisch in einem neuen See oder einer Gletschertasche sammelt, sondern auf ziemlich direktem Weg ins Tal fliesst.


Plaine Morte Gletscher: Überflutungsgefahr vorerst gestoppt

Beitrag Schweiz Aktuell vom 18. Juli 2019



Juli 2019: Überlaufsystem angelaufen. Der Gletschersee hat den Pegel erreicht, bei dem das Wasser in den Entwässerungsgraben läuft. Das Überlaufsystem funktioniert zurzeit wie erwartet. Webcam: gletschersee-lenk.ch


Juni 2019: Durchbruch des Überlaufkanals in die natürliche Gletschergrotte – es ist geschafft! Das Seewasser wird von unten aufstossen und durch den Kanal abfliessen.



Video: Während den letzten 2 Wochen, als noch intensiv am Projekt gearbeitet wurde, fliesst bereits Schmelzwasser durch den Kanal. Video von: Firma A. Grossenbacher, Lenk / A.S.



Eindrückliche Bilder vom Juni 2019



Wälme von Schneemassen mit Eiskanal



Schacht mit Mikrotunnel 40 cm und Schmelzwasserzufluss



Natürlicher Abflusskanal aus Faverges-See



Aushub Eiskanal in Arbeit. Die Maschinen dürfen nur am Seil gesichert verlassen werden.



Lawinensuchgerät dient auch zur Ortung von Hohlräumen



Höhlenforscher unterstützen die Arbeiten und gehen danach auf Tauchgang im weiter entfernten Gletscherseeli 




Bericht aus SCHWEIZ AKTUELL, SRF vom Mittwoch, 8. Mai 2019



Der Faverge-See ist ein Gletscherrandsee auf der Plaine Morte. Seit die Gletscheroberfläche unter das Niveau der südöstlichen Wasserscheide abgeschmolzen ist, kann oberflächliches Schmelzwasser nicht mehr ins Wallis entwässern. So entstand im Verlauf der letzten Jahrzehnte ein Gletschersee, der allmählich immer grösser geworden ist. 2011 wurde so erstmals eine Gletscherseeentleerung in Richtung Lenk beobachtet. Am 27. Juli 2018 hat sich der Gletschersee schlagartig innerhalb von 24 Stunden entleert. Entlang der Simme bis ins Dorf Lenk sind Schäden von ca. 2.5 Mio. Franken entstanden.



Theiler Ingenieure wurde beauftragt, Massnahmen und Lösungen zu entwickeln und hat die Leitung für die gewählte Bauprojektvariante erhalten. Hierbei werden die Bereiche mit hoher Eisüberdeckung mittels Mikrotunneling durchbohrt und die flacheren Abschnitte mit dem Fräskopf oder durch Sprengen bis auf eine Tiefe von max. 6 m ausgehoben. Bei wenig Überdeckung kann die Linienführung mit dem Fräskopf optimal auf die vorhandenen Abflussstrukturen auf der Gletscheroberfläche angepasst werden. Die Baukosten belaufen sich auf rund 1.3 Mio. Franken.



Visualisierungen

Thun

Aarestrasse 38 B, 3600 Thun
Tel. 033 225 40 00
admin_at_theilering.ch



Saanen

Oberdorfstrasse 17, 3792 Saanen
Tel. 033 744 85 85
admin_at_theilering.ch



Zweisimmen

Hübelistrasse 14, 3770 Zweisimmen
Tel. 033 729 00 00
zweisimmen_at_theilering.ch





Folge uns...


bluesign.ch